Aktuelles


 

Tag des Lächelns
 

28.  Sept. 2014  in
Bad Reichenhall.

 

Lächelpolizisten brachten erneut
die Menschen zum Strahlen.

 


Schauen Sie sich HIER an,
was da alles los war,

und was die PRESSE dazu
berichtete.

 

 


Mutter und Karriere

Bad Reichenhaller Tagblatt vom 06.08.2010:

"Catherine Deneuve: Revolution der Frauen unvollendet. Frauen sollten mehr Anerkennung in der Welt haben, vor allem am Arbeitsplatz".

Unser Kommentar:
Unser Thema ist nicht primär die Emanzipation der Frau. Das Thema der Gleichberechtigung in der Wirtschaft und Politik müssen wir hier ausklammern, solange es nicht die Frauen als Mütter betrifft. Uns geht es um das Spannungsfeld Familie, Mann und Frau in Bezug auf das Kind. Deshalb ist die Frage, ob die Frauen nicht viel mehr in ihrer Würde wertgeschätzt werden, wenn zunächst einmal die Erziehungsarbeit als "Arbeit" wertgeschätzt wird, die Rolle der Mutter in eine größere Wertschätzung, vor allem finanziell, gebracht wird. Wie viel wird dann von dem Kampf der Frauen um "Anerkennung in der Welt" noch übrig bleiben? Er wird sich ganz dramatisch reduzieren. Und der Bereich des rein Wirtschaftlichen und Politischen kann weiter engagiert geklärt werden.
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SZ vom 23.08.2010 - "Heimliche Herrscherinnen - Frauenquote? Die Macht liegt längst in den Händen von 50.000 Chefsekretärinnen":

"... das verfestigt entschieden den Verdacht, dass es tatsächlich jene heimlichen Herrscherinnen sind, die die Geschicke eines Unternehmens lenken, auch wenn nach außen natürlich systematisch der gegenteilige Eindruck vermittelt werden soll... Münks Miniaturen machen klar, wer sie wirklich ausübt."

Unser Kommentar:

Zwei Bücher von Katharina Münk, "Und morgen bringe ich dich um", "Denn sie wissen nicht was sie tun", werden besprochen, in der einen erfahrene Kraft über die Macht der Chefsekretärinnen spricht. Die spannende Frage an die Frauen ist es, ob sie lieber den offiziellen Machtposten und seine Repräsentation in der Außenwelt besetzen würden, oder ob sie lieber in dieser Hintergrund-Rolle der Macht verbleiben würden. Unsere Ansicht ist, dass grundsätzlich die Frau in die Position gebracht werden sollte, darüber selber zu entscheiden und ihr auch hier keine äußeren Vorgaben zu machen, weder in die eine Richtung ("Frauen an die Macht"), noch in die andere (Frauen an den Herd oder an den Schreibtisch"). Ein einseitiger Feminismus mag dazu führen, die Frauen unter einen Druck zu setzen, den sie nicht wollen. Ein einseitiges "patriarchalisches" oder chauvinistisches Denken ist ebenso abzulehnen. Übrigens:
Als Chauvinismus  wird heute meist eine "übertriebene männliche Selbstdarstellung" verstanden. Der Begriff bedeutet aber ursprünglich den Glauben an die Überlegenheit der eigenen Gruppe, vor allem der Nation. Dann wurde er von der Frauenbewegung in den 70er Jahren auf die Männer übertragen ("männlicher" Chauvinismus). Aber auch ein "weiblicher Chauvinismus" wird für das moderne Überlegenheitsgefühl der Feministinnen definiert. Grundsätzlich sehen wir in jedem Überlegenheitsgefühl einen falschen Weg, der eben zu einer starken emotionalen und ideologischen Diskussion führt, aber niemals zu Lösungen.
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Welt am Sonntag vom 12.09.2010:
"Der Ökofeminismus ist reaktionär - Die französische Soziologin Elisabeth Badinter hält nicht viel von der neuen ´Mütterlichkeit´ zwischen Stillen und Biobrei."

Unser Kommentar:

Frau Badinter spricht davon, dass es in Frankreich selbstverständlich sei, schon seit Jahrhunderten, dass "man Mutter wird und trotzdem Frau bleibt". Aus diesem Grunde ist es dort normal, das Kind bei einer Tagesmutter abzugeben und arbeiten zu gehen. Den Deutschen spricht sie einen "religiösen Naturalismus" zu und weist vor allem darauf hin, dass das Stillen mit Muttermilch (bis 6 Monate, wie von der WHO empfohlen) nicht wirklich notwendig ist. Sie meint, dass hinter dem Stillen nur ideologische, keine wissenschaftlichen Fakten stehen. Sie spricht von zwei Rechten, den Rechten der Natur (Strafsteuer auf Wegwerfwindeln, Vorschläge ökologischer Politikerinnen) und denen der Frau. Sie entscheiden sich für die letzteren. 
Aussagen wie diese zeigen deutlich die Situation von Frauen/Müttern in unserer westlichen Welt: Entweder fern von Rechten und Möglichkeiten als Mutter oder Verzicht auf Mutter-Sein um jener „Freiheit“ willen, die Arbeit von heute mit sich bringt. 
Was wäre allerdings, wenn Mütter all die Anerkennung und Unterstützung bekämen, die wir fordern? Wenn die Arbeitswelt sich den Müttern anpasste? Dann würde Mutter-Sein nicht mehr den Verlust von Rechten, finanzieller Unabhängigkeit und Ausgrenzung bedeuten. Dann wäre wirkliche Freiheit der Entscheidung möglich, nämlich zwischen zwei gleichermaßen anerkannten und erstrebenswerten Lebensarten.

Zu dem Thema des Stillens werden wir die wissenschaftlichen Fakten recherchieren und freuen uns auf jeden Hinweis.

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StadtBlatt Salzburg Nr. 44, 3.11.2010 – „Weg mit dem schlechten Gewissen!“
(Interview mit Frauenbeauftragter Dagmar Stranzinger)

"Frauen wird immer öfter die Möglichkeit geboten, in Teilzeit zu arbeiten. Was vor allem Wiedereinsteigerinnen nach der Kinderpause anfangs entgegenommt, entpuppt sich Jahre später immer öfter als Falle, denn: Jede zweite Ehe wird geschieden und dann stehen die Frauen da: Die Kinder sind groß, es gibt wenig oder keinen Unterhalt, und mehr als eine Mindestpension ist nicht in Aussicht.
...
DAGMAR STRANZINGER: „Man muss natürlich anerkennen, wenn Frauen sagen, sie trauen sich neben der Kindererziehung keine Vollzeit-Beschäftigung zu. Faktum ist aber, dass das nicht nur bei Müttern von Kleinkindern der Fall ist, sondern auch bei Müttern Zehnjähriger und Älterer. Es gibt bei uns einfach die Haltung, ein Weltbild, demnach die Betreuung von Kindern in der Familie als besser und höherwertig betrachtet wird als eine außerfamiliäre Betreuung.“ ... „... Vollzeit berufstätige Mütter werden bei uns gerne einmal schief angeschaut. ... Für Frauen kann die Situation Teilzeit-Arbeit ganz schnell problematisch werden.“ ... „Es wäre so wichtig, das schlechte Gewissen abzuschaffen. Denn das ist es, was die Frauen daran hindert. ...“

Unser Kommentar:

Eine sehr zutreffende Schilderung der schlimmen finanziellen Situation vieler Frauen und des Zwiespalts, in den sie als Mütter geraten können.

Unseres Erachtens allerdings eine äußerst bedenkliche, einseitige und praxisferne Sicht der Situation, wenn die Frauenbeauftragte feststellt, dass Frauen deswegen neben Familie und Kindern keiner Vollzeit-Beschäftigung nachgehen würden, weil sie es sich „nicht zutrauen“ (!) oder aus schlechtem Gewissen aufgrund der öffentlichen Meinung und eines „Weltbildes“ des höheren Wertes von Kinderbetreuung.

Die Frauenbeauftragte sieht als Lösung lediglich eine bessere außerfamiliäre Kinderbetreuung.

Children’s Voice sieht ganz andere Lösungen, die auch beinhalten, dass Frauen aus Liebe zu ihrer Familie und ihren Kindern nicht Vollzeit berufstätig sein wollen, dass die öffentliche Meinung zugunsten Kind/Eltern/Familie gerade von Seiten der Politik geprägt werden muss und Kinderbetreuung und -erziehung den Stellenwert eines Berufes mit entsprechender Dotierung erhalten.